[DOWNLOAD] "Erich KĂ€stners 'Fabian' als Roman der Neuen Sachlichkeit" by Hans-Georg Wendland ~ eBook PDF Kindle ePub Free
eBook details
- Title: Erich KĂ€stners 'Fabian' als Roman der Neuen Sachlichkeit
- Author : Hans-Georg Wendland
- Release Date : January 22, 2013
- Genre: Foreign Languages,Books,Reference,
- Pages : * pages
- Size : 260 KB
Description
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen, Note: ''-'', Gottfried Wilhelm Leibniz UniversitĂ€t Hannover (Philosophische FakultĂ€t), Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn KĂ€stner seinen ''Fabian'' als Satire bezeichnete und mit dem Mittel der Ăbertreibung bewusst ein verzerrtes Bild seiner Gegenwart erzeugte, so verwandte er gleichwohl eine ganze Anzahl von Themen oder Motiven, die diesen Roman auch als neusachlichen Roman ausweisen. Dazu gehören vor allem Bereiche wie Journalismus, Reklame, Technik und Sport, aber auch das Thema Liebe, wenn es zum Beispiel unter dem Aspekt seines ''Warencharakters'' behandelt wird. Es fĂ€llt auf, dass KĂ€stner sich in seinen Romanen und Gedichten (besonders auch im ''Fabian'') als nĂŒchterner Skeptiker erweist, der wenig Hoffnung in die Erziehbarkeit des Menschen setzt. Seine Essays werden dagegen stĂ€rker von Idealismus und Optimismus geprĂ€gt. Dies zeigt sich beispielsweise in seinem Artikel ''Reklame und Weltrevolution'' (1930), wo er der Propaganda mit ihrer aufklĂ€rerischen Funktion in einer zivilisierten Gesellschaft einen wichtigen Stellenwert einrĂ€umt, wĂ€hrend im ''Fabian'' viel stĂ€rker die Funktion der Manipulation und VerfĂŒhrbarkeit des Menschen betont wird. NatĂŒrlich gehört auch das GroĂstadtleben zu den bevorzugten Themen von Autoren der Neuen Sachlichkeit. (Vgl. beispielsweise Irmgard Keuns Romane ''Gilgi - eine von uns'' und ''Das kunstseidene MĂ€dchen'' oder Hans Falladas Roman ''Kleiner Mann - was nun?'') In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die GroĂstadt Berlin gleich zu Beginn des Romans mit einem ''Rummelplatz'' (1. Kapitel, S. 10) verglichen wird, womit die hĂ€sslichen Seiten der groĂstĂ€dtischen VergnĂŒgungs- und Unterhaltungsindustrie, aber auch private Klubs sowie anrĂŒchige Etablissements oder JahrmĂ€rkte gemeint sind, von denen im Roman immer wieder die Rede ist. In dieser Hinsicht konnte Erich KĂ€stner auf seine journalistischen Arbeiten zurĂŒckgreifen, beispielsweise als Berichterstatter fĂŒr die ''Neue Leipziger Zeitung'', und sie als Material fĂŒr seine Romanepisoden verwenden, die sich mit den ausufernden Erscheinungsformen der damaligen Berliner Subkultur beschĂ€ftigen. In Analogie zu der bunten Vielfalt und Hektik des GroĂstadtlebens verwendete KĂ€stner einen rasanten ErzĂ€hlstil, um die vielfĂ€ltigen Facetten und die stĂ€ndig wechselnden EindrĂŒcke dieser Kulisse einzufangen. Er erwies sich als dem Stil der Neuen Sachlichkeit verpflichteter Autor, indem er filmische ErzĂ€hlmuster (schnelle Schnitte, Montage, Wechsel von Nahaufnahme und Totale usw.) in die Beschreibung einbaute.